Eurasier "von den Innerste Auen"

Offizieller Züchter im EKW (Eurasier Klub e.V., Sitz Weinheim)    

Eingetragener Rassehunde-Zuchtverein im VDH - FCI

Tagebuch B-Wurf

15.04.2007 Fortbildung: "Klassische Homöopathie für Hunde"
09.08.2007

Züchterseminar in Hamburg: "Reproduktion der Hündin" (Referentinnen der Reproduktionmed. - Abt. der Tiho Hannover)

Nov. 2007 Kontaktaufnahme mit der Hauptzuchtwartin Frau v. Zittwitz: Findung von passenden Deckrüden
23. 01.2008

Beginn der Läufigkeit, Futter-Umstellung, Beginn der homöopathischen Deckvorbereitung

30.01.+1.2.08

Deckzeitpunktbestimmung durch den Tierarzt

2.2.+3.2.08

Zum Decken nach Wietzenhausen

11.02.2008 Tierarztuntersuchung + Herpes-Impfung
27.02.2008 Ultraschall-Untersuchung Tierärztin Salzgitter
03.03.2008 Ultraschall-Untersuchung in der Reproduktions-Abt. der Tierärztlichen-Hochschule Hannover: Hummel ist nicht trächtig!
3.+10.+18.+25.+31.3. Hormon- und gyn. Untersuchungen in der Repro-Tiho Hannover zur Klärung von Hummels Fruchtbarkeit: Alles bestens
Apr./Mai 2008 Aktualisierte Verpaarungs-Vorschläge durch die Hauptzuchtwartin, Kontaktaufnahme zu Deckrüdenbesitzern
03.07.2008 Beginn der Läufigkeit, Umstellung des Futters, Homöopathische Begleitung, Kontaktaufnahmen
7.+11.+14.Juli Bestimmung des Deck-Zeitpunktes und Abstrich zur Bestimmung der Bakterien-Kulturen in der Tiho Hannover.
Hummel findet diese Untersuchungen, bei denen so viele Studenten zu- und rein-gucken total blöde, bei einer Blutabnahme springt sie völlig entnervt mit einem kühnen Rettungssprung vom Untersuchungs-Tisch auf Michaels Arm und verteilt dabei den Inhalt des Röhrchens gerecht über alle Anwesenden. Endlich kommt mal Leben in die Butze, die Studenten schauen nicht mehr gelangweilt drein, manche kreischen sogar. Kaum zu glauben, wie viele Gesichter ein Röhrchen Blut beferkeln kann. Diesen Auftritt vergisst so schnell keiner. Rasantes Mädchen!
15.07.2008

Deckakt: Deckrüde Björn vom Lavendelstein (genannt Bilbo) (Link)

17.07.2008

2x Fahrt zu Bilbo,  der sich redlich bemüht: Er umgarnt Hummel glucksend und ersucht Frauchen um  Hilfe und Beistand, jedoch es hilft alles nichts: Hummel ist zwar gewillt mit ihrem Galan zu spielen, mehr aber auch nicht.

Ende Juli Hummel verändert ihr Verhalten: Sie liegt auf der Terrasse und scheint geistesabwesend zu philosophieren, ist verschmust, frisst zunächst mehr, um nach drei Wochen ihr Futter zu boykottieren, sie meint, sie solle sich lieber "vollwertig" ernähren und fängt stattdessen Mäuse, die sie flott abschluckt, bevor ich herbeieile.
02.08.2008

Ultraschall-Untersuchung in der Tiho Hannover: Frau Prof. Dr. Günzel-Apel sieht 6 gut entwickele Früchte
Trotz des superleisen Rasierers ist Hummel wenig angetan von den Bildern, sie weigert sich sogar einen von ihr eigentlich heiß geliebten Denta-Sticks von Frau Prof. anzunehmen, - man weiß ja nie bei diesen Grünkitteln! Grizzly versteht gar nicht was Hummel hat, er findet das Angebot sehr gastfreundlich, nimmt es freudig, hat aber nicht mit Hummels Schnelligkeit gerechnet: Schwupp, geklaut, einmal draufgebissen, runtergeschluckt und ab zur Tür - nix wie weg hier! Der verblüffte Grizzly bekommt noch mal Ersatz und dann geht's wirklich nach hause!

Mitte August

Appetit und Bauchumfang nehmen pünktlich zu, wie im Lehrbuch beschrieben (ob Hummel das gelesen hat?)
Michael lässt leichtsinnigerweise ein Päckchen Kabanossi auf dem Couchtisch liegen und hat am nächsten Morgen erst mich in Verdacht, denn unsere Wauwis sind normalerweise (wenigstensin dieser Hinsicht) absolut vertrauenswürdig, aber diesmal ist die Natur wohl doch durchgebrochen. Hummel hat mächtigen Durst, Verdauung funktioniert aber bestens...

Ende August

Hummel liegt wieder auf der Terrasse und philosophiert, ich sitze oben im Arbeitszimmer und beobachte einen Sperber, der vom Nachbarn ein kleines Huhn schlägt und damit abschwirrt. Er kämpft erheblich mit dem Gewicht des bereits unlebendigen armen Geschöpfs, verliert es und es ladet perfekt - oh gottgewollte Fügung - 2 Meter vor Hummels Nase. Zu schade, dass ich deren Gesicht nicht sehen konnte. Bei ihr angekommen, hatte sie bereits begonnen, die Beute fachgerecht zu zerlegen und verstand die Welt nicht mehr, dass ihr nun dieses Himmels-Geschenk vorenthalten werden sollte.

Anfang September

Hummel bekommt nun das außergewöhnlich nahrhafte Futter und leckeren Quark mit Haferflocken, das braucht es keine Kabanossi und keine vom Himmel fallende Hühnchen mehr zu Sättigung.
Erste Welpenbewegungen sind zu spüren - ein unbeschreiblicher Moment!!!

02.09.2008 2. Ultraschall-Untersuchung in der Tierärztlichen Hochschule. Ist zwar eigentlich nicht unbedingt nötig, aber man kann jetzt gut darstellen, wie es den Welpis geht. Ist zwar eigentlich nicht unbedingt nötig, aber man kann jetzt gut darstellen, wie es den Welpis geht.
Bilder wie im Kino! Die Studenten staunen:
Ein Welpe tatzelt mit den Pfötchen, einer dreht die Rute von links nach rechts, einer öffnet kurz sein Mäulchen (Frau Prof. Günzel-Apel kommentiert: "Der bellt!") und am besten - ein Welpe entleert seine Blase beim Druck durch den Schallkopf. Ausschlaggebend aber war die Messung der Herzfrequenz, bei 3en konnten wir messen: 210-230 Schläge/min. (normal 200-250). Ein Herpes-Test fällt negativ aus. Also - es geht den Kleinen bestens.
05.09.2008 Letzte tierärztliche Untersuchung mit Röntgen in Salzgitter: Die Welpen sind gut entwickelt. 
Homöopathische Geburtsvorbereitung; Hummel ist richtig rund, fängt aber noch fleißig und wendig Mäuse. Heute hat sie es geschafft 3 Mäuse an der kurzen Leine zu fangen (nicht die Mäuse waren an der kurzen Leine sondern Hummel!) Nur beim Treppe-Runterlaufen hat sie etwas Probleme, da überholt der dicke Bauch immer die Vorderbeine oder bringt diese dermaßen ins Schlingern, dass sie außer Tritt gerät. Außerdem kommt sie mit dem Hinterbein nicht mehr zum Kratzen ans Ohr und mit der Schnute zum Putzen nicht mehr an die Rute. Echt lästig, diese Rundungen!!!
Die Wurfkiste wird zum Eingewöhnen aufgestellt, ein Bett daneben. Michael schläft schon mal darin, um Hummel Gesellschaft zu leisten - und wo schläft Diese Hummel? - Oben, vor meinem Bett!
09.09.2008

Heute ist der 58.Tag von Hummels Trächtigkeit, ab heute wären die Welpis lebensfähig.
Im Lehrbuch steht, man solle die Hündin bis zum letzten Tag zu Spaziergängen „überreden“; Hummel tickt irgendwie anders, ich muss sie an die Leine nehmen, um sie von kühnen Mäuselsprüngen und wilden Spurts abzuhalten. Hummel genießt es.

13./14.09.
Trächtgk. Tag 62
Geburt

Eine ganz normale außergewöhnliche Geburt (Link)
Samstag morgen um 3 Uhr weckt mich Hummel mit Hecheln und Fiepen.
Um 23.30Uhr wird der erste Welpe geboren, am Sonntag morgen um 6.47 Uhr der sechste und letzte.
15.09.2008
Mo, Tag 1
Hummel ist noch recht unruhig, sie scharrt in der Wurfkiste, hat immer noch mal Nachwehen und die Nachgeburten scheinen ihr auch nicht nur gut bekommen zu sein. Sie mag jedoch die Wurfkiste gar nicht verlassen, wir müssen sie überreden, wenigstens hin und wieder zum Lösen in den Garten zu gehen. Als die Post kommt rennt sie allerdings wild entschlossen zur Terrassentür und verliert dort eine Nachgeburt, die Grizzly fürsorglich beseitigt. Daraufhin entwickelt er einen milden Durchfall, das nenn ich Solidarität!
16.09.2008
Di, Tag 2
Hummel hat trotz Homöopathischer Begleitung sehr mit Nachwehen zu tun, sie treibt immer noch mal Gewebe aus und hat mit Gastritis, Durchfall, Blähungen und Aufstoßen zu tun. Ihr Spezialfutter rührt sie nicht an, nur Sahnequark mit Haferflocken und Honig schmeckt ihr. Den Kleinen hingegen geht es vortrefflich, sie nuckeln und schlafen und räkeln sich genüsslich, wenn man sie krault. Nachmittags wird die große Waschaktion im Garten vorgenommen: Hummels hinteres Drittel wird mit vielen Waschlappen, Tüchern und warmem Wasser grund-gereinigt. Sie scheint den tieferen Sinn dieser Aktion zu verstehen und bedankt sich mit einem kleinen Freudensprung.
17.09.2008
Mi, Tag 3
Die Nacht war mal wieder mit sehr wenig Schlaf gesegnet. Michael ist im Bett neben der Wurfkiste mal wieder überhaupt nicht zur Ruhe gekommen, Ich übernehme den Tagdienst und Michael schläft. Hummel ist zeitweise unruhig, im der Wurfkiste ist es ihr wohl auch zu warm, sie steht aber schon mal eher auf, um sich im Garten zu lösen. Dort scharrt sie unter den Büschen, ob sie ein Ersatzlager für Notfälle ausguckt? Grizzly übernimmt für diese Minuten den Welpendienst: Er horcht aufmerksam auf ihre Rufe, "windelt" die Kleinen und vertreibt Kater Aloysius. Wer weiß, wo der rumgestiefelt ist! Die Welpen quittieren die Windel-Dienste mit kleinen Tröpfchen und Würstchen. Hummel und Grizzly entwickeln diesen typischen Atem mit Duft nach Milch, Honig und Wurfkiste.
Nachmittags beruhigt sich Hummel und sie ruht ausgiebig in der Wurfkiste. Ich nutze die Zeit für Telefonate mit den Welpeninteressenten und zum Erstellen der neuen homepage-Seiten.
Den Welpis geht es bestens, sie fühlen sich richtig stramm an und nehmen prima zu.
18.09.2008
Do, Tag 4
Heute Nacht haben alle Hausbewohner tief und fest geschlafen - wie wohltuend!
Hummel ist immer am ruhigsten, wenn alle im Haus sind. Geht Michael mit Grizzly spazieren oder bin ich in der Schule, wandert sie unruhig umher und begrüßt uns "umwerfend" beim Nachhausekommen. 
Unsere kleinen Quiekerlies werden immer agiler: Sie können ihren Hunger oder die falsche Lage (wenn sie z. B. unter dem Abstand-Holz liegen statt an Mamas Zitzen) in einer Lautstärke anmelden, die man solch kleinen Geschöpfen gar nicht zutraut. Das Fotographieren ist stellt sich als eine Kunst heraus. Wir freuen uns zwar sehr über ihre Bewegungsfreude, aber 3 Sekunden Stillhalten wäre wunderbar, um scharfe Fotos ohne Blitz machen zu können. Michael kauft Tartar für Hummel - gute Idee! - unter ihr Futter gemixt nimmt sie das erste Mal nach der Geburt ihr gehaltvolles Welpenfutter zu sich. Quark mit Haferflocken und Honig gibt es natürlich trotzdem. Auch der vielbeschäftigte und alles überwachende Onkel erhält selbstverständlich seinen angemessenen Teil.
Heute bekommt Hummel ihre neue Herbst-Mode: Einen Fasson-Schnitt a la Chef an ihrem Mama-Popo. Alle Geburts-Verunreinigungen sind so als Infektionsquelle schon mal ausgeschlossen. Das Sauber-Halten fällt ihr leichter.
19.09.2008
Fr, Tag 5
Die Hummel-Babys sind schon recht drall und kräftig: Sie stemmen sich mit ungeahnter Gewalt gegen die Zitzen, die Vorder-Tatzen im rhythmischen Milchtritt, die steil aufgerichteten Schwänzchen vibrierend vor lauter Engagement. Ihr Zunahme-Ziel, die Gewichts-Verdopplung nach 14 Tagen scheinen sie locker zu schaffen. Auch kleine Rückschritte wären völlig normal. Weil alle schon so ambitioniert in der Wurfkiste herumrobben, wird in Hummels Eingangs-Öffnung vorsichtshalber das zweite Brett eingesetzt.
Hummel hat mit knapp 39° immer noch erhöhte Temperatur, treibt Gewebestücke aus und hat noch keinen rechten Appetit. Ein Telefonat mit der Tiho beruhigt uns vorerst.
Abends beim Wiegen dann doch noch eine kleine Beunruhigung: Die Gewichtszunahmen sind nicht so gut ausgefallen wie erhofft. Dennoch: Alles im völlig normalen Bereich. Vielleicht machen wir uns doch zu schnell Sorgen.
20.09.2008
Sa, Tag 6
Die Nacht war absolut grauslich: Unser moppeligster Welpe schrie die ganze Nacht wie am Spieß, keiner konnte auch nur ansatzweise ein Auge zumachen. Minutenweise schlief er bei Bauchmassagen ein, um anschließend um so lauter herzerweichend zu kreischen. Seltsamerweise trinkt er voller Hingabe und auch die Temperatur ist völlig normal. Wir tippen auf Blähungen - die können in der Tat entsetzlich weh tun und haben schon so manche Mutter verzweifeln lassen. Am frühen Morgen wecken wir unsere Tierärztin. Die scheint die rettende Idee zu haben: Saab Simplex. Es scheint zu funktionieren. Warum war ich da nicht selbst drauf gekommen? Unser Moppel-Stratege produziert ein Endlos-Würstchen - kaum zu glauben, was aus solch einem kleinen Kerl kommen kann. Nur selten können wir Hummel zuvor kommen und ihren gereizten Magen entlasten, sie leckt, putzt und windelt so fleißig, dass die Laken, abgesehen von einigen wenigen physiologischen Ausfluss-Tröpfchen lange sauber bleiben und die Waschmaschine (vorerst) nur 1x täglich läuft. Immer wenn Hummel nach draußen marschiert, verliert sie noch ein paar gewebehaltige Blutteilchen, die Grizzly eifrig entfernt, damit kein potentieller Fressfeind sie entdeckt. Unser kleines Moppelchen hat trotz der Schrei-Attacken mächtig zugenommen, wir glauben es ja kaum und beobachten ihn nun gezielt beim Trinken: Tatsächlich! Er hat immer die hinteren, fast von allein fließenden Luxus-Zitzen und verteidigt diese wie ein Berserker, will man ihn mal vorne andocken, schaufelt er sich über seine Geschwister zu seinem Stammplatz und nimmt dort Riesen- Schlucke. Kein Wunder, wenn man Blähungen kriegt!
Genau umgekehrt unser kleines Mädchen, es robbt munter zwischen Hummels Vorderbeine und trinkt dort gar zierlich aber ausdauernd an den kleinen Zapfstellen.
21.09.2008
So, Tag
7

Eine Woche
alt !

Moppel hat Michael wieder bis 2.00 nachts wach gehalten, dann hatte mein Mann die richtige Massage-Technik gefunden. Danach allerdings war bis 6 Uhr Ruhe.
Heute sind unsere Schützlinge eine Woche alt und Hummel bleibt immerhin eine halbe Stunde mit gespitzten Ohren auf der Terrasse liegen (sie hat das Lehrbuch doch gelesen!), flitzt aber beim leisesten Gurr-Laut ihrer Babys los. Die Kleinen halten jetzt schon fast zwei Stunden ohne Säugen durch, wir sind froh um jeden Tag, den Hummel allein schafft, denn die Erzählungen von Züchterkollegen, die bereits in der ersten Woche wegen einer Mastitis der Hündin Flaschenaufzucht praktizieren mussten, sind nicht besonders einladend. 
Hummel macht uns noch etwas Kummer, sie scheint immer noch mal etwas herausdrücken zu wollen. Das werden wir morgen bei unserer Tierärztin in Salzgitter abklären lassen.
22.09.2008
Mo, Tag 8
Die erste Autofahrt unserer kleinen Schnuffis: In Körbchen mit Wärmflasche und vielen Tüchern und Laken auf der Ladefläche geht es auf die Reise. Ich sitze mitten zwischen der illustren Hundeversammlung, die gleich nach dem Start angekündigt hatte, bei Mama einen kleinen Imbiss zu nehmen, der Rest der Fahrt wird locker verschlafen. Auch bei der Tierärztin zeigen sie sich von der besten Seite: Sie liegen friedlich im Körbchen und lassen sich bewundern. Nabel, Bäuche, Rachen, Ernährungszustand... alles bestens. Die Tierärztin Michaela Jamans (Besitzerin von Hummels Bruder und Vater) amüsiert sich über die Krausnasen.
Hummel wird Blut abgenommen und der Bauch betastet und geschallt. Außer einer riesig gefüllten Blase und unglaublichen Blähungen ist alles, wie es sein sollte. Hummel geht wohl zu selten und nicht mit Ruhe zum Lösen.
Sie bekommt ein homöopathisches Medikament und so geht es beruhigt wieder zu Grizzly nach Hause.
Für Hummel wird Hühnchen mit Reis gekocht, und weil das so lange dauert, hat Frauchen vom Grill einen hervorragend duftenden Gockel mitgebracht. Beide Schnuffis stehen voller Erwartung auf meinen Füßen und Kater Aloysius kriecht fast in die Tüte. Grizzly freut sich über die abgewaschene Haut und Hummel bekommt das ungewürzte Fleisch. Welch Festmahl!
23.09.2008
Di, Tag 9
Die beruhigenden Befunde haben dafür gesorgt, dass wir gelassener sind, das wiederum sorgt dafür, dass Hummel gelassener ist, deshalb sind wir gelassener....
Unsere Kleinen sind mittlerweile keine Maulwürfe mehr, sie ähneln eher den Wackel-Dackeln auf der Hutablage. Ihre relativ großen Köpfe können sie kaum halten, mit großem Eifer schieben sie sich aber schon durch die gesamte Wurfkiste und krabbeln über Mamas Rücken. Wir können nun darauf vertrauen, dass jeder selbständig an die Milchbar gelangt. Brollo hebt seine Augenbrauen und ein Schlitzauge öffnet sich ein wenig.
24.09.2008
Mi, Tag 10
Hummel geht es wieder richtig gut, sie futtert mit Genuss, schläft entspannt, räkelt sich ausgiebig und vertreibt böse Postboten. Als sie mitten in Säugen aufspringt, haben sich Biene und Fossi so festgesaugt, dass sie unter Hummels Bauch baumeln und mit einem Schmatzer runterpurzeln. 
Alle haben locker fristgerecht ihr Gewicht verdoppelt. Auch Biene blinzelt mit dem linken Auge.
25.09.2008
Do, Tag 11
Die größte Gefahr von gefährlichen Infektionen ist nun gebannt. Die Purzels haben durch die Kolostral-Milch gute Abwehr-Stoffe getankt und können so langsam die Körpertemperatur selbst regulieren. Sie öffnen sich immer mehr der Außenwelt, heben schnuppernd ihre Köpfchen und steuern gezielt Mama an. Manche Augen zwinkern zwar schon, sehen können sie aber noch nicht und auch der Topfdeckel-Hörtest fällt noch negativ aus, die kleinen Ohren sind gut sichtbar verschlossen. Statt 95% des Tages schlafen sie nur noch 90%. Gang-Übungen -oder besser Wackel-Übungen sind angesagt. Mit den Vorderbeinen können sie sich bereits gut empor hebeln, die Hinterbeine aber funktionieren noch nicht so zielgenau, sie stemmen aber beim Nuckeln den Körper prächtig an die Zitzen. Die Laken sind jetzt sehr lange sauber, was wir Hummels unermüdlichem und uns zuvorkommenden Einsatz zu verdanken haben, sie kommentiert dies mit korpulenten "Aufstößerlies" mit dem verwegenen Duft nach Wildnis und Abenteuer...
26.09.2008
Fr, Tag 12
Der Tierarzt der Royal-Canin-Hotline bestärkt uns darin, bei unseren beiden Zwergen vorerst keine industrielle Welpenmilch zuzufüttern. Nichts geht über Hummel-Milch! Ausschlaggebend sei nicht das Gewicht und die absolute Zunahme, sondern der Allgemeinzustand, das Durchhalten bis zum nächsten Säugen (Zufriedenheit, Sattheit), die individuelle Verdopplung des Gewichts nach 14 Tagen und die Entwicklungsfortschritte. Alle Kriterien sprechen dafür, dass auch Bruno und Bemma bestens versorgt sind. Ob hier die Erbanlagen des zarten Papas eine Rolle spielen?
Inzwischen zwinkern alle und man kann die kleinen, noch milchig-weißen Augäpfel erahnen. Seltsamerweise blinzeln alle zuerst mit dem linken Auge. - Wahrscheinlich ein Zeichen für ihren Humor! 
Das regelmäßige Lauf-Training nach den Säugephasen zeigt Fortschritte: Hier scheinen die Leichtgewichte im Vorteil zu sein, Bemma kann ihr Bäuchlein sogar schon für 10 Wankelschritte oben halten! Die Seiten des Wäschekorbes sind nicht mehr hoch genug. Für die Zeit der Wurfkisten-Reinigung muss ein größerer her. Fossi hatte bereits erfolgreich den Rand erklommen. Das Wiegen gestaltet sich trotz "Entwacklungs-Mechanismus" immer schwieriger, deshalb sind Einzelwerte wenig aussagekräftig.
27.09.2008
Sa, Tag 13
Eine weitere Fertigkeit  wird unter erstaunlich lauter Kommentierung geübt: Das selbständige Absetzen von Kot und Urin. Die Ruhezeiten für die Waschmaschine sind vorbei, Laken werden häufiger gewechselt, Toilettenpapier und unser Einsatz sind gefragt. Hummel nutzt die Gunst der Stunde und verschwindet nach dem Nuckel-Lassen immer zügiger. Ihr Gesäuge ist tatsächlich schon etwas traktiert. Da die kleinen Quieker unseren Kontakt aktiv suchen, setze ich mich öfter in die Wurfkiste. Sie erkunden jede Stoff-Falte, schnuffeln an den Socken (hmmm...), stokeln über die Füße, und lecken besonders eifrig am Finger, wenn sie noch nach Trockenfutter duften, aber noch ist es zu früh!
28.09.2008
So, Tag 14

Zwei Wochen
alt !

In der letzten Woche haben unsere kleinen Strategen insgesamt 2260g zugenommen (Schnitt 380g), dafür haben sie ca. 5 Liter Hummel-Milch getrunken. Da diese mit einem Fettanteil von ca. 10% sehr nahrhaft ist, würde das mit 3000 Kalorien dem Energiegehalt von über 10 Litern Kuh-Vollmilch entsprechen.
Nachts weckt uns die Hummel nach wie vor zwei- bis dreimal, um sich im Garten lösen zu können, das "Windeln" der Kurzen fordert seinen Tribut bei der Verdauung.
Am Nachmittag ist es so unglaublich schön und spätsommerlich draußen, dass ich beschließe, eine Foto-Session auf der Terrasse zu starten, um die schönen Fellfarben und die Bewegung der einzelnen Welpen ohne Verwackler einmal festzuhalten. So schön ich auch das Wetter finde, die Wackel-Dackel sind "not very amused". Es ist so hell und ungewohnt, dass sie lauthals protestieren und ihre Nase immer vom Lichteinfall wegdrehen. Grizzly ist sofort parat um Erste Hilfe zu leisten: Er stupst sie an, leckt, beschnauft und windelt sie. So beruhigt sind doch einige nette Fotos entstanden.
29.09.2008
Mo, Tag 15
Unsere Schwergewichte krakehlen die ganze Nacht lauthals herum. Nicht eine Stunde ist Ruhe. Hummel holt uns genervt diverse Male und mag sich gar nicht so recht zwischen die Meute legen. Sind es wieder Blähungen, Zahnung oder lässt sich Hummel von den spitzen Krallen zu sehr abgehalten? Unser Zuspruch, allgemeine Kraul- und Streicheleinheiten und Saab Simplex bringen erst gegen Morgen Frieden. 
Heute werden allen die noch nicht hinreichend abgelaufenen spitzen, kratzenden und piekenden Krallen geschnitten, um Hummels Gesäuge zu schonen. - 60x Millimeter-Arbeit, bei der genau die richtige Stelle getroffen werden muss, um keinem weh zu tun. 
Die Augen aller Quäker sind mittlerweile geöffnet, sie können wohl aber vorerst nur Helligkeitsstufen wahrnehmen und blicken noch nicht zielgerichtet.
Ob der Tatsache, dass Hummel in letzter Zeit so viel gefragt und bewundert gefragt wird, ist sie der Ansicht, das Futter persönlich aus der Hand serviert bekommen zu müssen. Was tut man nicht alles, um die Hündin bei Laune zu halten!
30.09.2008
Di, Tag 16
Unsere Leichtgewichte können schon recht ordentlich gehen, die kleinen Brummer hingegen machen immer noch mal Zwischenlandung mit dem Po. Das Hören ist bei sichtbar offenen Öhrchen im Aufbau; als Michael beim Wiegen niest, unterbrechen alle kurzzeitig ihr übliches Konzert und heben den Kopf. Biene will sich mal die Anatomie bei Mama genauer angucken und steckt zu diesem Zweck ihren Kopf  so tief in Mamas Ohr, dass sie stecken bleibt und kräftig mit den Beinen strampelt, bis Mama ihr wieder raus hilft. Bruno und Fossi sitzen voreinander und staunen sich verwundert an. Klein Bruno überprüft seine Halluzination und tatzelt Fossi auf die Nase, der wiederum das Gleichgewicht verliert und schimpfend seitlich umkippt.
01.10.2008
Mi, Tag 17
Nachdem alle so munter und gut entwickelt sind, wagen wir heute die erste Entwurmungs-Aktion, die kleinen Quieke-Bären schmatzen lange verwundert auf der Paste, Grizzly und Hummel bekommen eine Tablette in Leberpasteten-Mantel an Petersilie und Kater Aloysius merkt den Spot-On-Tropfen während seiner Hauptmahlzeit überhaupt nicht. Einige Stunden später eine leicht veränderte Verdauung bei den Winzlingen, aber ansonsten wird alles gut vertragen und man geht zum Alltags-Geschäft über. Zunehmend sind schon kleine Spiel- Sequenzen zu erkennen. Jede freie Minute wird von uns zum Zuschauen und Mitmischen an oder in der Wurfkiste sitzend genutzt. Die ausprobierten Stimm-Modulationen sind beträchtlich: Von Mäuschen über Meerschweinchen, Tauben bis hin zu Schreisee-Adler, Gibbon und Hyänen - wir scheinen einen Zoo in unserem Haus zu beherbergen.
Hummel verputzt heute 1250g des hochkalorischen Futters + 250g Sahnequark mit Haferflocken + 1/4 fettes Suppenhuhn mit Reis! Sie hat aber auch beispielsweise allein heute 1 Liter Sahne-Milch abgegeben.
02.10.2008
Do, Tag 18
Morgens um 4 Uhr beginnt der Tag mit dem üblichen munteren Welpenkonzert: Ein Sextett von D-Moll bis dreifach hoch C-Dur auf der nach oben offenen Richterskala! 
Vor der Zielgeraden haben alle wacker ihr Gewicht verdreifacht, alles pur durch feinste Hummel-Milch. Aber, aber... die ersten Zähnchen sind im Sprießen und die längste Zeit wird Hummel ruhig ausgeharrt haben, bis alle satt sind. So langsam sollten sich die Junioren an Zufütterung gewöhnen. 
Unsere drei kleinen eleganten Damen haben ihre Schwänze bereits zierlich eingedreht und trappeln damit kokett durch die Laken-Landschaft!
03.10.2008
Fr, Tag 19
Noch hat Hummel reichlich Milch, außerdem weiß man inzwischen, dass schnelle Gewichtszunahmen durch Zufütterung unvorteilhaft für die Entwicklung wären. Auf die bevorzugten Liegeplätze unter den Distanzrahmen passen unsere Wohlproportionierten nun nicht mehr, obwohl versuchen sie es immer wieder mit wild entschlossenen Stramplern und Schiebern probieren. Stattdessen werden die Spielvariabilitäten erweitert: Geschwister werden überkrabbelt oder umgerangelt, in die Rute - vorerst noch zahnlos - gezwackt und möglichst gefährliche klingende Beller ausprobiert, Grizzly guckt beeindruckt über die Wurfkiste und legt den Kopf schief. Als erste Anregung bekommen die Schatzies mehrere Bälle und einen Rascheltunnel. Die Bälle entwischen immer, wenn man sie antatzelt oder seinen Kopf drauflegen möchte: Doofe Bälle! Auch der Rascheltunnel haut immer ab, macht aber dabei tolle Geräusche.
04.10.2008
Sa, Tag 20
Die kleinen, weißen, spitzen Eckzähne sind bei allen jetzt gut zu erkennen. 
Großes Interesse wird an Hummels Futter gezeigt, aber noch schiebt sie den Nachwuchs zur Seite. 
Wenn Hummel in der Wurfkiste steht, kommen die einfallsreichen Strategen schon ganz gut hangelnd und strampelnd an die Zitzen, das Bild erinnert an Romulus und Remus, nur dass 6 Säuglinge wissen, was sie wollen. Wenn es allerdings um das "Windeln" geht, sind sie noch die kleinen Bedürftigen. Hingebungsvoll und entspannt liegen sie auf dem Rücken, wenn Mama erst das Bäuchlein massiert und grunzen und gurren genüsslich mit geistesabwesenden Blick, wenn die Tröpfchen oder das Würstchen erscheinen. 
Der Rascheltunnel hat sich zum heiß umkämpften Lieblings-Schlafplatz entwickelt.
05.10.2008
So, Tag 21

Drei Wochen
alt !

Mit Beginn der 4. Lebenswoche lassen Welpen die "vegetative Phase" hinter sich und die "Präge-Phase" beginnt. Die Wurfkiste ist so langsam wirklich zu klein und Entdecker-Drang will gestillt sein. Deshalb findet heute der große Umzug statt: Im Wohnzimmer haben die Quirls  ab sofort 6 qm Auslauf. Hummel hat nach wenigen Übungen den "gesäuge-schonenden" Einstieg angenommen. Grizzly ist wenig erfreut, dass nun auch seine Körbchen-Ecke nicht mehr sicher ist. Die kleinen Schnuffis aber erkunden sofort ihren neuen Kisten- Ausgang mit dem weiten Land dahinter: seltsam rutschige Fliesen, auf denen die Füsse in alle 4 Himmels- richtungen auseinander gehen; eine kleine Wippe, die zurückklappt, wenn man fast drüber ist; altbekannt: der beliebte Rascheltunnel und die unbeliebten Bälle; eine große Matratze, die nachgibt und knistert, wenn man darauf rumstokelt, wird gleich bepüschert (Gott sei Dank ist sie mit Folie und Laken geschützt) und nicht zuletzt eine sehr interessante Treppe zu beiden Seiten des Kisten-Ausganges, gleich sehr geschätzt für ein kleines Schläfchen.
06.10.2008
Mo, Tag 22
Passend zum Beginn der Präge-Phase wissen unsere kleinen Nasenbären, wie sie endgültig heißen und bei wem sie einst wohnen werden:
1. Bella (Lola) Friedeburg an der Nordsee, 200km Ehepaar mit erwachsener Tochter, 3 Katzen
2. Bruno (Backenbart) Wolfenbüttel, 50km Junges Ehepaar
3. Buffy (Biene) Hildesheim, 5km Junges Ehepaar, bald mit Baby
4. Brando (Brollo) Emmerich am Rhein bei Arnheim, 360km Ehepaar
5. B-Moshe (Fossi) Geltdorf bei Schleswig, 300km Ehepaar mit vielen Tieren, Eurasier Aaron
6. Bemma Brüssel, 500km Ehepaar mit 4 erwachsenen Kindern
07.10.2008
Di, Tag 23
Die spitzen Milchzähnchen sind so gut entwickelt, dass Hummel beim Säugen das Gesicht verzieht. Nachts muss sie richtig überredet werden, sich hinzulegen, lauthals wird gemeutert und gefordert (immer nachts!!!). Das ist der Zeitpunkt, um mit der Zufütterung zu beginnen. Der Napf mit zermahltem und eingeweichtem Baby-Starter wird zwar wild durch die Gegend geschoben, es wird am Rand genuckelt, aber ruckzuck haben unsere klugen Zöglinge den Dreh raus: Die wilde Meute startet die Schlacht am kalten Büfett, in null Komma nix ist der Teller leer. Laut Hersteller soll soviel gegeben werden, dass in 10 Minuten alles verputzt ist. Ha, da können wir doch nur lachen, kaum eine Minute, aber mehr soll es fürs Erste nicht geben, der Verdauungstrakt soll sich langsam gewöhnen.
08.10.2008
Mi, Tag 24

Die Zufütterung macht sich schon auf der Waage bemerkbar. Auch die kleinen Würstchen verändern sich sofort: Sie lassen sich viel besser aufnehmen. Augen und Ohren funktionieren immer abgestimmter: Die Tatze landet punktgenau auf Kumpels Nase und in das Bellen der Großen: "Alarm, böse Postboten!" wird allgemein im Brustton der Überzeugung mit eingestimmt, zuallererst von Bruno Bond 007 - mit dem Geburtszeitpunkt 0.07 Uhr muss er das auch. Überhaupt zeigen sich die Kleinsten überaus pfiffig und kernig: Beim Rangeln mischen sie tatkräftig mit und machen die z. T. 1000g Differenz durch Wendigkeit und Raffinesse wett. Alle 6 stiefeln mittlerweile wie stramme Möpse mutig, selbstbewusst und unbeirrt durch die Landschaft, über Treppen, Wippe, Kumpels, widerspenstige Bälle, Mamas und dergleichen als gehörte die Welt seit ewigen Zeiten ihnen.
Nur wenn Mama sich niederlässt und der warme Bauch lockt, sind sie nach wie vor die kleinen, bedürftigen Babys. Nachdenklich zuschauend fängt Michael beeindruckend geistreich an zu dichten:

Es saugt so gern der kleine Knilch
die allerfeinste Hummel-Milch.

09.10.2008
Do, Tag 25
So langsam beherrschen unsere Schnuffels die Technik des Wassertrinkens ohne zu blubbern, zu niesen oder bärenmäßig rumzuferkeln. Trotzdem wird das Babyfutter vorerst eingeweicht, um einem Austrocknen vorzubeugen. Das Futter wird mit wilder Gier verschlungen; nachts meldet sich niemand mehr, trotzdem schaut Michael immer mehrfach nach dem rechten. 
Riesige Mengen werden auch ausgeschieden, Waschmaschine und Trockner laufen ununterbrochen, am Abend gibt der Trockner seinen Geist auf. Auch wenn mit Toilettenpapier, Haushaltspapier, Laken, Hand- und Wischtüchern sowie etlichen Wischaktionen viel beseitigt wird, es duftet ganz erheblich nach Tigerkäfig. Wie können solch süße Herzleins solch exotische Gerüche verbreiten?!? - 
Heute scheint die Sonne aus allen Knopflöchern, 15°C, - das ist die Gelegenheit! Zügig wird auf dem Rasen der kleine Holzzaun aufgebaut und eine Welpen-Transport-Linie eingerichtet. Der erste Ausflug wird natürlich gleich erstmal mit einer Extraportion Futter schmackhaft gemacht. Gut gestärkt schauen und schnüffeln sich alle verwundert um und sind zunächst gar nicht begeistert von der ungewohnten Umgebung. Das Bäuchlein tiefergelegt schleicht man vorsichtig erkundend durch die gefährliche und unendliche Wildnis, um sich letztendlich auf dem Laken zwischen Frauchens Füßen zusammenzuknäulen. Als kurz darauf die Kleinen zu bibbern beginnen, wird die Aktion als beendet erklärt und das rettende Ufer - die Wurfkiste - wird dankbar und erschöpft erreicht. Nach dieser wagemutigen Polar-Expedition (sie hat immerhin fast ganze 10 Minuten gedauert!) wird geschlagene 5 Stunden geschlafen, nur unterbrochen von einem kleinen warmen Snack an der kuscheligen Milchbar.
10.10.2008
Fr, Tag 26
Zur besseren Unterscheidung auf den Fotos und zur Gewöhnung bekommen die Zwerge heute ihre Welpen- Halsbänder in der passenden Farbe. Diese lösen sich automatisch, falls sie irgendwo hängen bleiben sollten.
Bella Bruno Buffy Brando Moshe Bemma

Die Matratze im Innenauslauf hat sich nicht bewährt, zwar liege ich gern zwischen den kleinen Wieseln, aber sie wurde zu gern zum Lösen benutzt und Sofa-Püscherer wollen wir nun nicht erziehen. Dafür ist uns heute der Wettergott besonders hold: Vormittags geht es für 20 Minuten auf die fußwarme Holzterrasse und nachmittags bei fast 20°C fühlen sich alle 8 Schnuffs sogar 3 Stunden dort wohl. Bei abnehmender Temperatur erklimmen Klein Bruno und Klein Bemma, die ja die wenigsten Speckfalten besitzen, meinen Schoß und beobachten interessiert das Spektakulum des Fußvolkes von ihrem Ausguck mit exklusiver Popo-Heizung. 
Grizzly ist der Meinung, dass es so langsam an der Zeit sei, vorwitzigen Geistern die Grenzen aufzuzeigen: Als Brando fast seine Pfote berührt, zieht er die Nase kraus und droht: Bloß nicht näher! Brando legt kreischend den Rückwärtsgang ein, ist aber nicht besonders nachhaltig beeindruckt. 

11.10.2008
Sa, Tag 27
Heute beginnt Michaels aufgesparter Jahresurlaub - 5 Wochen - Gott sei Dank! Es gibt so viel zu tun! Erstmal wird der Trockner repariert, dann der Holzzaun für die Terrasse niet- und nagelfest gemacht. Bei dem sonnig warmen Wetter, Petrus sei`s gedankt, können unsere kleinen Stinkerlies diesen Auslauf den ganzen Nachmittag nutzen und das Wohnzimmer wird ausgiebig gelüftet. Der unternehmungs- und spiel-lustige Anakin aus unserem A-Wurf kommt zu Besuch und ist erstmal so ganz und gar nicht begeistert von seinen Halbgeschwistern, nicht mal sein Lieblings- Leckerlie will ihm schmecken. Als Frauchen endlich das Signal zum Aufbruch gibt, macht er einen Riesenbogen um die Gespenster und sucht dankbar das Weite. Auch unser Neffe Hendrik möchte mit den niedlichen Mausebären spielen, ist aber ganz enttäuscht, dass diese noch so viel schlafen.
Michael entwirft für drinnen und draußen Kästen, die mit Torf befüllt werden. Buffy erkennt als erste den tieferen Sinn und setzt ihr nächstes Würstel darin ab. Auch Klein Bruno ist schnell von Kapee und nutzt die Vorrichtung zum Püschern - kluge Hunde!
12.10.2008
So, Tag 28

Vier Wochen
alt !

Halbzeit!

Mit ihren vier Wochen sind die Gesichter soweit differenziert individualisiert, dass auch Fremde sie gut unterscheiden können. 
Den nun täglich mehrere Stunden dauernden Auslauf genießen die Knopfaugen immer mehr. Sie erkunden das Gelände, nehmen die Spielhaltung ein und überfallen ihre Geschwister, Mama, Grizzly oder meine Hand mit einem kleinen Hüpfer. Nach maximal 10 Minuten ist aber wieder Pause angesagt. Für die Siesta sucht man sich ein passendes Plätzchen in irgendeinem Winkel oder einer Nische, gern zusammen mit einem Kumpel. Besonders beliebt sind die Plätze zwischen den provisorisch als Begrenzung umgelegten Gartenstühlen, geschützt vor Wind und Sonne. Heiß umrungen ist auch Grizzlys großes kuscheliges Fleece-Kissen. Ob er deshalb schon mal ein Machtwort mit vorlauten Tatzelbären spricht? 
Michael nutzt die Zeit um den Innenauslauf mit Schrubber, Heißluftpistole und die Fugen mit alten Zahnbürsten grundzureinigen und zu desinfizieren. Weitere Spielzeuge werden installiert, unter anderem von der Decke hängende Seile, Kau -Knochen, Plastikflaschen und Bälle.
Im Laufe des ganzen Tages kommt viel Besuch, Hummel ist etwas gestresst.
13.10.2008
Mo, Tag 29
Hummel hat die ganze Nacht gefiept, gehechelt und uns jeweils zum Säugen geholt. Zum Säugen verlangt sie ein sauberes Laken als Untergrund, Zuspruch und Überredungskünste. Teilweise säugt sie nur im Sitzen. Zuviel Turbulenz oder spitze Zähne? Jedenfalls beschließen wir, es heute etwas ruhiger angehen zu lassen. 
Michael baut ein Wackelbrett, das sofort in Besitz genommen wird. Als erste trauen sich Bemma und Buffy darauf. Sie wackeln und purzeln, nehmen es aber immer wieder erneut mit der Herausforderung an. Den neu aufgestellten Tunnel indess weihen Moshe und Bella ein, als hätten sie in ihrem bewegten Leben nichts anderes gemacht als Fuchsbauten zu bestöbern. Moshe meint, dies sei speziell  für ihn gedacht und besiegelt das mit einer Pipi- Markierung.
14.10.2008
Di, Tag 30
Die Backenzähne sind durch. Brando hat bereits ausgeprägte blaue Flecken auf der Zunge, Bruno ein paar kleine an der Spitze. Fast alle haben blaue Stellen am Gaumen, die sich noch vergrößern werden - echt adelige Schnuffis, die das "von" in ihrem Namen zu Recht tragen. Völlig ungeachtet diese Tatsache wird Mama immer mal ziemlich unfein gezwackt, bespielt, überkrabbelt. Hummel lässt sich erstaunlich viel gefallen, tatzelt oft mit, nur wenn es gar zu arg schmerzt, wehrt sie sich vorsichtig, Grizzly sagt schon deutlicher, was ihm nicht gefällt. Die Bande freut sich besonders, wenn man sich mitten zwischen sie legt. Völlig vertrauensvoll wird das gesamte Riesengeschöpf erkundet und untersucht, interessante Anziehungspunkte sind Augen, Nasen, Ohren, Füße und Hände, alles wird erklommen, beschnuffelt, angetatzt, geschleckt, beknabbert und überfallen.
15.10.2008
Mi, Tag 31
Michael überspannt die gesamte Terrasse mit Sonnensegeln. So können die Tatendurstigen bei Sonne, Regen und kälteren Witterungen nach draußen. Immer mehr trauen sie sich die gesamte Fläche zu nutzen, immer wagemutiger werden die Hopser, immer sicherer und schneller das Laufen, immer eleganter das Ringen. Die Kiefer können schon so viel Druck ausüben, dass Mama sich wehrt, die Geschwister kreischen und die Menschen die Hände oder Füße wegziehen und das Spiel ist vorbei - beim nächsten Mal ist man vorsichtiger (wahrscheinlich). Die Spiel- und Erkundungs-Phasen dauern inzwischen 10 - 15 Minuten, dann wird wieder eine Stunde geruht, um anschließend eine Stärkung zu sich zu nehmen (Trockenfutter oder eine feine Milchspeise) und sich des überflüssigen Ballastes auf der Terrasse zu entledigen. Mama kommt daraufhin immer noch flugs gerannt, um alles sauber zu halten. Was veranlasst Hummel nur, aus einer ganz anderen Ecke des Gartens herbei zueilen? Bei genauerer Beobachtung löst sich das Geheimnis: Auslöser sind die genüsslich stoßweisen Grunzlaute des Welpen.
16.10.2008
Do, Tag 32
So ganz viel Außenaufenthalt ist bei dem Regen nicht möglich, die Kurzen sind der Meinung, das ist der regnerischste Tag, den sie je erlebt haben! Dann wird eben besonders viel geschlafen - auch o. k. ! Die Desensibilisierungs-CD mit all den Geräuschen, die Hunden häufig Angst machen, stört nur Grizzly, die überaus mutige und welterfahrene Bande verschläft einfach alles. Hummel säugt das erste Mal im Stehen. 
17.10.2008
Fr, Tag 33
Es ist nicht zu verleugnen, dass wir Herbst haben. Trotz Sonne steigt das Thermometer nicht über 14°C. Die kleinen Quiekerlies sind sehr rücksichtsvoll (bislang), sie geben sich mit zwei 1-2stündigen Aufenthalten an der frischen Luft zufrieden, drehen dann aber komplett auf: Da wird gerangelt, gepfötelt, grimmig oder freundlich gucken geübt, Luft- und Mäusel-Sprünge praktiziert, Geschwister oder böse Blätter überwältigt, gefährlich knurren oder engagiert jodelt versucht, verschiedene Gangarten getestet (Wechselschritt, Hoppelschritt, Seit- Galopp, Stolperschritt, Fallrückzieher, Vollbremsung, Nasenbremse mit Überschlag...). Hummel lässt sich anstecken und zeigt den erstaunten Dreikäsehochs erstmal, was Akrobatik mit sauber gestandenem Abgang ist - na ja, Bellas Fuß war etwas im Wege (laut kreisch), aber ansonsten: eine tolle Vorstellung mit großem Lern- und Respekt- Effekt!
18.10.2008
Sa, Tag 34
Für den Innenbereich wird statt Torf-Not-Klo Katzenstreu ausprobiert und sogleich eingeweiht. Ein echter Vorteil in Sachen Geruch und Torftatzen. Man fordert aber auch zunehmend den Außen-Auslauf ein, der Unternehmungsgeist wird nachhaltiger, die Schweins- Galopp-Attacken immer kühner. 
Die Terrasse ist gut geschützt: Von oben die Sonnensegel, von unten Holz und Liegekissen, von den Seiten das Haus und der mit Laken verkleidete Zaun, zusätzlich sorgt ein Heizstrahler für Komfort - so kann der Winter kommen!  
Michael hat eine große, stabile Brücke gebaut, die gleich mit Interesse inspiziert wird. Buffy erklimmt als Erste die Hühnerleiter und genießt die Aussicht. Der Abgang ist eher ein dreifacher Purzelbaum, tut aber dem Stolz und der ebenerdigen Ehrenrunde keinen Abbruch. Bruno beobachtet das Ganze mit schief gelegtem Kopf und Denkerstirn und macht es gleich nach - nur der Abstieg fällt eleganter aus - ha! 1 : 0 !
19.10.2008
So, Tag 35

Fünf Wochen
alt !

Zur Feier des 5. Geburtstages (in Wochen) möchte ich eine erste Charakterisierung wagen ( ohne Gewähr, Haftung, Garantie, Rechtsanspruch). Selbstverständlich sind alle unsere 6 Heranwachsenden die schönsten, süßesten, klügsten, freundlichsten knuddeligsten Hunde der Welt. Auf diesem Premium-Level ist es schwierig eine Differenzierung festzulegen, also ein echter Versuch:
Brando, unser sanftes Riesen-Baby mit dem treuen Dackelblick ruht in sich selbst. Nur an der Milchbar ist er schnell und sichert sich die beste Zapfstelle. Dafür muss er auch als Erster ruhen - verständlich! Ist irgendwo ein Welpenhaufen zu sehen, so liegt Brando garantiert unten drunter, als manifeste Basis.
Bella, Hans-Dampf-in-allen-Gassen mit heller Brust ist vor gar nichts bange. Wo was los ist, mischt sie auf jeden Fall voller Power mit. Legt sich das Gemüse zu Ruhe, so krabbelt sie oben auf, die Beinchen verbindend über den ganzen Haufen. Genüsslich lässt sie sich auch gern verwöhnen und kraulen.
Moshe, unser Spielkalb und Schlingel mit erstem Stehohr, initiiert so manchen Unsinn und überfällt voller Freude seine Geschwister oder unsere zu tief liegenden Köpfe oder Füße. Kraftvoll ringt er mit Mamas Rute und handelt sich dafür so manches Mal Schimpfe ein. Keck traut er sich weit zu dem warnenden Grizzly vor. 
Buffy - The Conquerer, mit schwarzer Badehose - entdeckt als Erste, was es Neues gibt. Neugierig wird alles erkundet. Im Innenauslauf fordert sie am nachhaltigsten Entertainment ein und versucht sich aus der Umrandung  herauszuziehen. - Man kann ja auch keinen Welten-Eroberer an bahnbrechenden Entdeckungen hindern!
Bruno Bond 007 mit umfangreichem Seemannsbart macht seinen Geburtsdaten alle Ehre: Er schaut sich alles mit schiefem Kopf an, kratzt sich nötigenfalls hinterm Ohr und startet dann eine sehr überlegte Handlung. Alles auf Sicherheit gecheckt kann er dann auch besonders relaxt auf dem Rücken, die Beinchen wie ein Käfer gen Himmel gestreckt, ruhen.
Bemma, unsere kleine Piep-Maus mit Knopfaugen ist Everybodys-Darling. Sonninglich trappelt sie durch die Welt, ist gern überall dabei und hat durchaus erstaunliche Ausdauer. Jeder spielt gern mit ihr, denn sie ist immer freundlich. Als Erste läuft sie mit fröhlich wedelndem Kringel-Schwanz durch die Landschaft.
20.10.2008
Mo, Tag 36
Die zweite Entwurmung vertragen alle problemlos. 
Hummel hat sich gut von den ersten anstrengenden Wochen erholt: Sie spielt hingebungsvoll mit ihrem Nachwuchs, lässt sich bekrabbeln und beknabbern, Augen, Ohren und Zähne untersuchen, an der Rute ziehen und bepföteln, dreht die Vorlauten auf den Rücken und kitzelt sie unter dem Bauch. 
Bemma krabbelt auf die Brücke und wagt einen kühnen Kopfsprung in die 30cm-Tiefe. Über die Nasen- Landung wird nicht lange gejammert - tapfere kleine Maus!
Abends wird der Gras-Auslauf, eine umzäunte Erweiterung zum Rasen, eingeweiht. Voller Begeisterung wird an Halmen und Blättern geknabbert, werden Hoppelsprünge absolviert und wunschgemäß Häufchen abgesetzt.
21.10.2008
Di, Tag 37
Schreck in der Morgenstunde: Kurz nach 8Uhr ein lautes Quieken von der Terrasse, Hummel fiept aufgeregt, Grizzly stupst mich dringlich an - nur 5 Welpen auf der Terrasse - Brando strampelt im Teich - rausfischen - Handtuch - rubbeln. Brando zittert. Wie konnte das passieren? Keine Lücke auszumachen! Im trockenen Handtuch auf den warmen Bauch gelegt kommt Brando zur Ruhe und schläft so fast zwei Stunden. Liebes kuscheliges Frauchen! Für den Rest des Vormittages ist Innendienst angesagt. Böses Frauchen! 
Kaum ist Brando durchgetrocknet, erneute Unruhe: Bruno im Teich! Als Bruno gerubbelt und versorgt unter meinem Pullover schläft, mache ich die Schwachstelle aus: Mit vereinten Kräften müssen die Strategen die Schraube zwischen Zaun und Terrasse ausgehebelt und die Zaunbasis einen Spalt weggedrückt haben - soweit kann man gar nicht voraus denken. Gott sei Dank war ich auf Sichtweite, so dass die beiden Jungs maximal 10 Sekunden im Wasser waren, aber wir nehmen uns vor, die Welpen nun erst recht nicht unbeaufsichtigt draußen spielen zu lassen.
Nachmittags gibt's zur Entschädigung die erste Mett-Mahlzeit: Gewärmtes Rinderhack! Grizzly und Hummel sind sofort einsatzbereit, aber die Kurzen probieren erstmal  sehr zurückhaltend. Nachdenklich lutschen sie auf dem kleinen Haps. Der zweite Mundvoll ist schon überzeugender und dann erwacht das Tier in unseren Schnuffs. Welch Gerangel, Gedrängel und Geschmatze!
22.10.2008
Mi, Tag 38
Morgens streben 20 Kilo geballte Lebensfreude nach draußen, um dort alles unsicher zu machen, was nicht niet- und nagelfest ist: Moshe kämpft mit der sich noch wehrenden Quietsche-Ente. Bruno erlegt fachgerecht den Leoparden, während Bella die Socken-Beute in Sicherheit bringt und beim Drauftreten hinpurzelt. Buffy hat den widerspenstigen Klingel-Fisch besiegt und Brando versucht eine Wäscheklammer vom Laken zu lösen, Bemma püschert indessen auf den Torfkasten-Rand. 
Nachmittags kommt Halbschwester Ambra aus unserem A-Wurf zu Besuch. Brando, Gentlemann durch und durch, macht ihr charmant den Hof und kann gar nicht von ihr lassen. Als er ihr schlussendlich die Rute langzieht, signalisiert sie ihm unmissverständlich, dass sein Seepferdchen- Abzeichen allein sie noch nicht schmelzen lässt, nach der Tanzstunde kann er sich ja noch mal melden.
Wieder unter uns wird noch ein wenig mit Mama, Michael und Frauchen gerangelt und gekuschelt, Rinderhack verschlungen und im Gänsemarsch Frauchen auf das Grasstück folgend die Abend-Toilette erledigt, bevor es ab ins Bett geht.
23.10.2008
Do, Tag 39
Tagesablauf:
Nachts 3x geweckt: Futter, Wasser, Laken wechseln, Hummel Zuspruch beim Säugen, Püschern
6 Uhr: Die Nacht wird mit großem Aufbruchgeheul für beendet erklärt. Im Gänsemarsch hinter Frauchen her auf das Rasenstück (genannt Panama) zum Lösen. Spielen, schlafen, nuckeln, rangeln, futtern, hoppeln, kuscheln, schlafen...(wir: Nachtlager säubern, mit den "Großen" Gassi gehen, Laken waschen, fotographieren, Spielepark erweitern, spielen, kuscheln, Rinderhack kaufen, telefonieren)
13 Uhr: Gänsemarsch nach Panama, Mittagspause drinnen
15 Uhr: Panama, Besucher kommen, spielen, futtern, rangeln, nucken, kuscheln...
19 Uhr: Panama, Feierabend - ab nach drinnen, wir: mit den Großen "wilde-Sau - tiefergelegt" spielen, PC- Arbeit, Telefonate...
22 Uhr: Panama, Nachtruhe für alle
24.10.2008
Fr, Tag 40
4 Uhr: Panama-Expedition in finsterer Nacht mit Stirnlampe - mutig werden alle vorhandenen Räuber in die Flucht geschlagen und die eroberten Gebiete gekennzeichnet.
6 Uhr: Nacht vorbei, das Lager ist nur noch bepüschert, Würstchen gehören nach Panama - so langsam wird's.
Alle haben ihr Gewicht verzehnfacht, Bellas Ohren stehen. Dafür gibt's das erste Mal Trockenpansen, Hummel gibt ihren Anteil den Nimmersatts. Wenn man weiß, wie gern sie ihn selbst mag, eine beachtliche Leistung. Erst wird auf diesen seltsamen Teilen nachdenklich gelutscht, für genehmigt befunden und weitere eingefordert. Michael hat Panama erheblich vergrößert, ein Iglu aufgebaut und eine Komplett-Beleuchtung für Terrasse und Panama installiert - die Uhr kann umgestellt werden! Zum Dank gibt Bruno eine  bühnenreife Vorstellung: Im Schluss- Sprung über seine Beine! Applaus! Bella kaut verbindlichst an seinem großen Zeh, Moshe klaut die Socke und verschwindet damit nach Panama. Brando erkundet den Besuchshund Toni (Tollster Held im Zelt) und stellt fest, dass dort keine Zapfstelle zu finden ist. Toni bleibt wie paralysiert stehen, um dann hinter Frauchen auf den Stuhl zu krabbeln. Buffy und Bemma untersuchen derweil mit großer Ernsthaftigkeit wechsel- seitig alle wichtigen Unter-Bauch-Teile.
25.10.2008
Sa, Tag 41
Dank Panama-Expedition wieder Katzen-Streu gespart - kein Würstl innen. Die Gänsemarsch-Aktionen funktionieren wirklich vortrefflich: auf Lockruf (dieser wird nicht verraten) folgt die gesamte Mannschaft eilfertig.
Der Wettergott ist uns nach wie vor hold, zwar morgens recht frisch (4°C), tagsüber aber Sonne satt.
Unter dem Heizstrahler in der windgeschützen Ecke ist es richtig kuschelig. Die schönsten Stunden des Tages!  Die übermütigen Schatzies zu beobachten mit ihnen zu schmusen ist so unglaublich bereichernd, dass alle Mühen und Besorgnisse vergessen sind. Auch die Schnuffels genießen den Kontakt, das Spielen, Überkrabbeln und Überfallen, das Schmusen und das Anlehnen zum Schlafen. Der Versuch, hier Papierkram zu erledigen, ist zum Scheitern verurteilt. Moshe ist der Meinung, er könne das viel schneller schaffen: Mit einem Zahn reingehakt und gezogen, zerreißt das Blatt. Bella springt gern zur Hilfe und zeigt ihre tatkräftige Ader, während Bemma den erbeuteten Kuli nach Panama schleppt. Nu hat Frauchen wieder Zeit zum Spielen! 
26.10.2008
So, Tag 42

Sechs Wochen
alt !

Schon wieder Geburtstag! Die großen Geschäfte werden bereits recht sicher in Panama verrichtet. Dafür machen die Nasenbären nachts so lange Rabatz, bis Hummel entnervt Michael weckt. Wenn dieser dann kommt, blicken 6 Nasen freundlich wedelnd über die Reling und schreiten wacker zur Tat in Panama bei Nacht. Nur Bemma dreht ununterbrochen Hoppel-Galopp-Achten, bis es wieder zurückgeht und zieht das Separee im Iglu zur Abwicklung ihrer hoch privaten Geschäfte vor. Hm, das hat sie irgendwie falsch verstanden. 
Tags wird der Teppich auseinandergepflückt, 4 Reihen sind schon erfolgreich aufgeribbelt, als Michael eingreift.
Beim Festschrauben überfallen Moshe und Brando immer wieder den Schraubenzieher, sie wollen später einmal im technischen Bereich tätig sein und schon mal mit entsprechendem Werkzeug zu hantieren.
Moshe und Buffy entwenden Mamas Halsband, bearbeiten dieses fachmännisch und nachhaltig und gefährden dadurch dessen Haltbarkeit für kommende Ausflüge.
Grizzly is not so amused über die Beschränkung seiner Bewegungsfreiheit, die umfängliche Beachtung dieses Gemüses, die Okkupation seines Lieblingskissens und über die Gefahr vielfältiger unsittlicher Berührungen von allen Seiten - nirgends ist man mehr ungestört!  Buffy probiert heimlich an ihm vorbeizurobben, wird aber vorzeitig ertappt und bekommt Schimpfe, Bemma schafft es, sich bei Grizzly anzulehnen und zu schlafen.
27.10.2008
Mo, Tag 43
Hummel hat es gar nicht so leicht mit dem Säugen, im Einzelfall erledigt sie dies schon im Stehen, für alle befriedigender ist aber nach wie vor das ausgestreckt entspannte Liegen. Dazu holt sie am liebsten einen von uns, denn die Meute bedrängt sie derart, dass sie ohne Hilfe kein Fleckchen findet, an dem sie sich erst setzen und dann die Vorderbeine ausgleiten lassen kann ohne dass einer unter ihr quiekt, ein zweiter an der Rute zerrt, ein dritter schon mal nuckelt und ein vierter den fünften Drängler vor ihre Füße schiebt. Eine schlimme Bande! Selbst wenn dann alle vorschriftsmäßig angedockt sind, geht's weiter: Maximal einer nuckelt artig (vorüber- gehend) ein zweiter hackt mit seinen nadelspitzen Milchzähnchen in Hummels Unterseite und bekommt dafür promt einen Überschnauzenbiss von Mama. Indessen strampelt der dritte den vierten weg, dieser zetert beleidigt, findet keinen freien Platz, taucht zu den unteren Zapfstellen ab und landet mit seiner Grabepfote im Ohr des fünften, während der sechste eine von Hummels Zitzen bis zum Anschlag in die Länge zieht. Unsere arme Sumsel zeigt wirklich sehr viel Geduld und Verständnis, aber manchmal wird ihr das Gewusel auch zu viel und wir retten sie vor der wild entschlossen folgenden Mafia. Allein - sie ohne Anhang durch die Terrassentür zu lotsen gleicht einem Kunststück.
28.10.2008
Di, Tag 44
Morgens früh um halb 5 fordert die laut quäkende Mannschaft die Beendigung der Nacht ein. Entertainment ist gefragt! Vor dem Heizstrahler noch im Bademantel lässt man sich ja gern an- und überfallen, die Haare mit 4-zinkigem Milchgebiss kämmen, den großen Zeh amputieren und das Ohrloch nach-tackern. Der Frottee- Bademantel sieht aus wie ein Flokati und der Gürtel wird nach Panama apportiert. Barfuss folgend bei 2°C in ein wohlgeformtes, warmes Würstchen zu treten erfreut Frauchen ganz besonders. Oh, wie schön ist Panama! Die eigene Toilette muss warten, bis die Ablösung startklar ist. 
Vormittags werden neue Spiel-Ideen auf den Markt geworfen: Klein Bemma rangiert stolz die übermächtige Papprolle durch die Gegend; Moshe, der unerschrockene 6-Tage-Kämpfer bezwingt den noch zappelnden Handfeger, Bella zieht laut ratternd den Kong an der Leine über die Holzbohlen und Bruno beweist, dass er seinen Schnabel so weit öffnen kann, dass einer der widerspenstigen Bälle hereinpasst, nur - er geht nicht wieder ohne weiteres raus! Buffy schaut mit uns in den Atlas, um zu sehen, wo die Geschwister hinkommen. Lässt sich diese Seite nicht ein wenig zerkleinern? Brando, unserer Schwerenöter, beweist, dass er kein Spielzeug mehr braucht, ein ganzer Mann schnappt sich ein holdes Mädel, zum Beispiel unsere schöne Bella Bellissima, reitet auf und vollführt formvollendete Hüftschwünge nach DIN VDH.. Klarer Fall: Brandos Berufswunsch ist Deckrüde mit vielen Aufträgen und Dienstleistung gegen Rinderhack. Bella ist von Brandos routinierter Aktion ganz begeistert - 10 Sekunden lang, dann bekommt Brando Frauenpower ungebremst zu spüren! Taffe Bella!
Nach einer Viertelstunde Übermut folgt abrupt Schlafenszeit. Die Helden sind müde und die Konkurrenten von eben sind willkommene Kinnstütze. Bruno liegt hängematten-mäßig in der Ecke des Spannbettlakens, Bemma quer über Mamas Rücken, Buffy Wange an Wange mit Brando, Moshe oben drauf. Bella entspannt sich malerisch hingegossen auf Frauchens Beinen und lässt sich wohlig das weiche Bäuchlein streicheln. Nach und nach erschlaffen die Gesichtsmuskeln, der Mund öffnet sich und völlig undamenhafte Schnarcher sind zu hören. Frauchen nimmt unbeweglich eine halbe Stunde sitzend ja gern eingeschlafene Beine, klamme Finger und verspannten Rücken in Kauf, wenn nur die Tierchen komfortabel liegen!
29.10.2008
Mi, Tag 45
Ein großer Tag: Wir machen eine Weltreise! Alle Hüpferlinge werden in eine Roll-Kiste verladen und ins Auto bugsiert. Auch Frauchen und Hummel besetzen die Lagerfläche, Grizzly thront auf dem Beifahrersitz - Ehre wem Ehre gebühret! So gerüstet geht es einmal durch das ganze Dorf. Anfangs sucht die irritierte Junior-Reise- Gruppe den mütterlichen und "frauchen-lichen" Schutz, aber schon bald besinnt sie sich auf ihren gottgegeben Mut und krabbelt auf Beine, Rücken, Schultern, um von einem strategisch günstigen Platz den Rausch der Geschwindigkeit und der vorbeiziehenden Welten zu studieren. An der großen Weide gibt es einen Stopp. Alle Mann aussteigen! Zwischen Obstbäumen Hühnern, Kuhfladen, Laub und hundhohen Grashalmen wird eine Riesenrunde gedreht. Grizzly und Hummel spielen tiefergelegte Sau und die Hühner schauen verwundert hinter dieser illustren Gesellschaft her. Bald befällt der Übermut auch die kleinen Wiesen-Purzels - hier kann man unendlich weit düsen! 36 Wirbelbeinchen (ohne die Hühner) sind unterwegs, da wundert's nicht, dass Bruno im Eifer des Gefechts einen Schuh auf sein zartes Pfötchen bekommt. Im Eiltempo läuft er mit dreieinhalb Beinchen zu Michael und legt ihm piepsend die Pfote in die Hand. Echte Männersolidarität! Nach Trösten, Streicheln, Zuspruch und Würdigung der Verletzung ist alles wieder gut - Gott sei Dank!
Bemma hat einen besonderen Grund, erhobenen Hauptes durch die Landschaft zu laufen: Sie ist seit heute stolze Besitzerin von Stehohren!
Wohlbehalten, aber hundemüde wieder zu Hause liegen die Weltreisenden geschlagene 2 Stunden am Stück platt und regungslos, selbst Bemmas frisch erworbene Stehohren hängen vorübergehend wieder vornüber.
30.10.2008
Do, Tag 46
Beim nächtlichen Pipigang bellt Moshe von der Terrasse: Gerade hat er einen bösen Räuber auf frischer Tat ertappt. Die anderen eilen ihm tapfer unter Einsatz von Leib und Leben zur Hilfe. Der unverschämte Ganove jedoch sticht, man ist entrüstet! Erst als Michael den Igel über den Zaun setzt, werden die Tages- und Nacht- Geschäfte wieder aufgenommen.
Den ganzen Tag gießt es wie aus Eimern, aber die Sonnensegel halten dicht.
Heute steht Körperpflege Kapitel 1 auf dem Lehrplan: Bürsten und Kämmen des inzwischen dicht gewachsenen Eurasier-Fells unter besonderer Berücksichtigung von Woll-Popo und Unterbauch-Behaarung. Die durchaus interessierte Mannschaft erkennt den Ernst der Lage nicht: In der Annahme, dies sei eine willkommene Variation von netter Volksbelustigung, werden die Bürsten angefallen und gebissen, bis sie sich nicht mehr wehren. Bella und Bemma sichern sich ihre Beute für den Fall des nächsten Rendezvous im Iglu. Moshe und Buffy erkennen in der zweiten Bürste einen engen Verwandten des nächtlichen Straftäters und drohen mit furchterregenden Bell- Lauten und Tatzenhieben. Bruno verschläft die ganze Aktion. Nur Brando lässt sich gern ondulieren, für seinen nächsten Playboy-Einsatz möchte er gut gerüstet sein. Schlussendlich sind doch alle ansehnlich hergerichtet und gleichen weichen Wattebäuschen. 10 Uhr, Terrasse: Heiz-Sonne - die Frisur hält! 12 Uhr, Panama: Regen - die Frisur hält! 13 Uhr, Mittagsschlaf innen: Welpenhäufung - die Frisur hält! 
31.10.2008
Fr, Tag 47
Den ganzen Tag über viel Kinder-Besuch, abends lauter Halloween-Hexen, -Skelette und -Ungeheuer. Unsere kleinen Gespenster jedoch kann nichts schrecken: Respektlos wird der Hexenbesen überwältigt, dem Knochen- Gerüst am Schnürband gezogen, Hendrik in die Nase gezwackt, Lisa mit allen Vieren voraus angesprungen.
01.11.2008
Sa, Tag 48
Whow! Man lässt uns durchschlafen! Erst um viertel nach fünf jubiliert der Chor in zunehmend in höheren Tönen. Draußen laufen die wild gewordenen Handfeger dann jedoch zur Höchstform auf: Im Turbo-Tempo über das ganze Gelände, über- und untereinander gekugelt, Bocksprünge, Salti mortale, Haken schlagen, Handbesen zerzausen, in den anderen mit Volldampf und Anlauf hineindüsen, sich kloppen wie die Kesselflicker, laut kreischend und fluchend sich wieder befreien und gucken, wen man sonst noch ärgern kann. Nach fast einer Stunde sind die Helden endlich müde, liegen friedlich in der Kuschelecke beieinander und genießen die Wärme des Heizstrahlers. Verständlich, denn in den letzten Tagen hat es Nachtfröste gegeben und selbst Panama ist beraureift. Michael legt sich noch eine Stunde zu ihnen und schläft ebenfalls.
Das Zählen bis 6 beherrschen wir schon aus dem ff, aber vormittags aber will es nicht klappen: Buffy fehlt! Klar - sie hat Hummels Drahtausstieg überklettert, 50cm sind kein Hindernis mehr! Michael muss umbauen und Hummel muss höher springen.
02.11.2008
So, Tag 49

Sieben Wochen
alt !

Die Wurmkur erfolgt diesmal in Tablettenform, wird tief in den Hals gesteckt und mit Leckerlies ergänzt. Alle drängeln sich, um an die Reihe zu kommen. Grizzly, Hummel und Aloysius bekommen ihren Anteil per Leberwurst und sind sehr entzückt. Aloysius verlässt das Schlachtfeld mit einem gekonnten Rettungssprung über den Drahtzaun, ihm ist die wilde Meute doch etwas unheimlich, hatte ihm doch letztlich Bemma an den Ohren gezogen!. Die gar nicht so süßen Bärchen finden den Kater mal wieder super interessant, verfolgen ihn begeistert und können überhaupt nicht fassen, wie hoch er fliegen kann. Ganze drei Sekunden sitzen sie fasziniert auf ihrem Woll-Popo und staunen. Dann wendet man sich dem Onkel mit der krausen Nase zu. Seine Warnungen schrecken sie schon längst nicht mehr, Moshe wagt sogar einen kecken Beller und bekommt als Quittung ein Drohschnappen. Laut kreischend, als hätte ihn der Teufel persönlich übelst zugerichtet, stratzt er zu Mama und lässt sich trösten. Doch dann sucht er sich Verstärkung und marschiert mit gesammelter Infanterie kampfeslustig zum Übeltäter. Grizzly wird das ganze Gewusel zuviel: bestimmt berührt ihn gleich wieder einer, er zieht sich genervt in seine Sofa-Ecke zurück.
Abends gibt es den heißgeliebten Pansen, zarter Duft erfüllt die Luft! Hummel legt ihr großes Stück ihren Kindern vor. Die Welpenstücke sind razzfazz verputzt und das große Stück steht zur Debatte. Mal wieder wird eifrig gerangelt, gezogen, gemeckert und geknört. And the winner is: Bruno! Stolz wie Oskar verkrümelt er sich erhobenen Hauptes in seine sichere Hängematte (Spannbettlakenecke) und verputzt die mühsam erworbene appetitlich angegnatschte Beute mit wahrhaft mannhaften Geräuschen. 
Nach diesen Aufregungen duften alle so überaus lecker, dass sogar der gefährliche Onkel dem friedlich umgesunken Nachwuchs das Schnäuzchen leckt.
03.11.2008
Mo, Tag 50
Fotoshooting: Deutschland sucht den Super-Teddy! Eine gute Bekannte, ihres Zeichens Fotographin und Tiernärrin versucht ihr Glück. Sie hat mit den selben Problemen zu tun: Schnelle Bewegungen bei wenig Licht, eine nette Pose beim Auslösen verlassen, am Tragegurt zerren, Linse ablecken, an den Haaren ziehen... - trotzdem, ihr gelingen ein paar echte Star-Fotos.
Nachmittags kommt Anakin aus unserem A-Wurf mit Familie. Hummel lässt ihn problemlos rein, Ani aber dreht wieder einen großen Bogen um die vorwitzigen Schlingel.
Zum Abend hin begutachtet die Familie von Papa Bilbo mit 2 Kindern den Nachwuchs ihres Lieblings. 
04.11.2008
Di, Tag 51
Hummel hat wieder ein wenig Speck auf den Rippen, sie futtert gern zusammen mit ihren Sprösslingen das gehaltvolle Welpenfutter, säugt aber nicht mehr besonders viel. Die wilde Horde setzt ihr ganz schön zu: zwackt ihr ins Gesäuge, zieht die Zitzen lang, beißt in die Hacken, zerrt an der Rute, stokelt auf ihrem Rücken und Bauch herum, tatzt auf die Nase, kriecht tief in den Fang, rennt mit Volldampf auf, schlägt Purzelbäume auf ihr... Sie lässt sich ja alles sehr generös gefallen, manchmal aber wird es selbst ihr zu viel und sie schnappt sich den jeweiligen Missetäter. Kleine Strafe: Schnauzgriff, große Strafe: per Sichelwurf auf den Rücken drehen und erst wieder loslassen, wenn dieser sich ergeben nicht mehr rippelt. Manch einer jedoch, besonders oft Moshe, schafft es sich geschickt zu entwinden und wegzuflitzen, in sicherer Entfernung stehen zu bleiben und einen frechen Beller loszulassen. Fehlt bloß noch das Zeigen der Zunge oder einer langen Nase! Warum soll es Hundemüttern besser gehen!
Abends kommen die Schepperdosen ins Spiel. Super Sache! Wer am meisten Krach macht, hat gewonnen. Die Bänder sind leider sehr schnell abmontiert, aber auch ohne diese kann man damit eine richtig laute Party machen und die wild gewordenen Handfeger steigern sich mit fetzigem Krawall und ungebremstem Ungetüm in ihren kollektiven Welpenwahnsinn, bis schlagartig Stille eingekehrt und die ungezügelten Monster wieder zu süßen, kleinen, kuscheligen Schlafmäusen mutieren.

05.11.2008
Mi, Tag 52

Heute geht's zum Tierarzt: Per Roll-Kisten-Transport zum Auto, per Auto nach Salzgitter. Michael fährt, auf dem Beifahrersitz hat Victor Grizzly zwischen den Beinen und Frauchen lagert hinten zwischen Hummel und 6 aufgeregten Debütanten  Moshe und Brando krabbeln unter meine Knie, Bemma und Bruno drängen sich an Mama und Bella und Buffy krabbeln auf meine Schultern um den besten Ausblick zu haben. Gegen Ende der Fahrt schlafen alle friedlich und sind verwundert, dass sie schon wieder umgesetzt werden sollen.
Zu Beginn gleich der Schreck, den wir befürchtet hatten: Hummel hat 6 kg zugenommen! Das hochkalorische Welpenfutter zeigt Wirkung! Bis zum Sommer muss die Bikini-Figur wieder her!
Die sonst so übermütigen Schlingel benehmen sich auffällig artig: Sie lagern artig wartend auf den Boden, halten auf dem Untersuchungstisch still, Moshe streckt sogar bei der Hodenkontrolle den Po in die Höh' und den Vorderkörper nach unten. Alle freuen sich über seine kooperative Hilfestellung. Keiner zappelt bei Augen-, Ohr- und Herz-Untersuchung, alle knabbern weisungsgemäß die angebotenen Leckerlies. Niemand zerrt der Tierärztin an den Haaren, keiner beißt in das Stethoskop, keiner schlabbert über das Othoskop. Die Impfung merkt niemand, beim Chippen mit der dicken Spritze sind die Jungen vorbildlich tapfer, auch Buffy sagt nichts, Bella protestiert empört und Bemma quietscht aufs äußerste entrüstet und schon ist alles überstanden. 
Auf der Rückfahrt schläft das erschöpfte Völkchen, zu Hause aber stellt man fest, dass noch viel nachzuholen ist: Eine Toilettenpapier-Rolle wird gekapert, abgerollt, gefetzt und gerecht über Boden Iglu, Brücke und den bereits schnarchenden Brando verteilt. Welch festlicher Anblick zur Krönung eines aufregenden Tages!
06.11.2008
Do, Tag 53
Eigentlich sind die letzten Nächte bereits ganz brauchbar gewesen, aber diese war mal wieder restlos rastlos: Meckern, quietschen, krakehlen, prügeln, Wasser fehlt, Mama soll kommen, wir haben Hunger, wir müssen mal, wir wollen spielen, der hat mich geärgert, wir brauchen Entertainment - und zwar alles sofort!!!
Wir halten unseren zarten Seelchen mal zugute, dass sie noch überdreht vom Tierarzt sind und versuchen die Unruhe mit Fassung und Verständnis zu nehmen.
Heute ist Lektion Nr. 12b dran: Sozial organisierter Umgang miteinander, Stärken der Frustrations-Toleranz bei verschärfter Anforderung. Zu diesem Zwecke werden Hühnerherzen in 2 alten Socken eingeknotet und in den Raubtierkäfig geworfen. Sofort hat man den Sinn dieses Unterfangens verstanden und stürzt sich auf die Köder, denn man war ja total ausgehungert. Kaum zu glauben, dass die Socken über einen halben Meter lang sind,  wahrscheinlich handelte es sich ohnehin um Überknie-Strümpfe. Wie erwartet kapern Moshe und Bella je ein Teil und laufen mit gieriger Gefolgschaft nach Panama, nicht ohne diverse Male über die Beute zu stolpern. Buffy und Bruno spucken auch nicht in die Suppe. Brando passt mit der ihm eigenen Gelassenheit den rechten Moment ab und holt sich eine Saft-Socke, als Moshe versucht, die zweite zu ergattern. Insgesamt aber gibt es außer ein paar Warn-Knurrern keine echte Streitigkeiten. Letztendlich erkennt man Moshe als rechtmäßigen Besitzer der Spezialität an, dieser lässt großzügig Bruno und Bella an einer uninteressanten Ecke mitgnatschen. Die andere "Geflügel-im-Matsch-Mantel-Delikatesse" teilen sich Buffy und Brando einträchtig und Bemma hat für sich entdeckt, dass die Schepperdose viel interessanter ist und die Hühner-Herzen definitiv überbewertet werden.
07.11.2008
Fr, Tag 54
So langsam macht sich Wehmut breit, das Herz hängt schon ganz erheblich an den kleinen Unholden. Beim Spielen und Kuscheln zeigen sie immer wieder eine umwerfende Freude, Herzlichkeit und überschwängliche Zuneigung. 
Wie blöd, dass gerade jetzt so viel Papierkram und Organisatorisches ansteht und die kostbare verbleibende Zeit der Gemeinsamkeit beschneidet. 
Das Herzensbrecher hingegen leben noch unbefangen: Sie düsen übermutig in der Truppe durch die Landschaft und machen alles unsicher, was nicht niet- und nagelfest ist, zerstören die Drahtaufhängung des Wackelbretts, die Holzzapfen des Laufsteges, die Pappe zwischen Gestänge und ein Stück Drahtzaun. Das Iglu trampeln sie nieder in Bemmas Exklusiv-Toilette und Mamas Fell wird ausgerupft. Bemma wählt eine 0800er Nummer und Moshe handelt sich wegen Aufmüpfigkeit richtig Ärger mit Mama ein und Buffy verfolgt mit Brando Kater Aloysius. Bruno pausiert oben auf dem Laufsteg und purzelt beim Räkeln mit dreifachem Salto runter.

08.11.2008
Sa, Tag 55

In der Morgendämmerung geben wir uns ein letztes Mal mit Muße der Faszination der 6 Gute-Laune-Hunde hin. Das "altbekannte" Toben, die vertrauten Teddy-Blicke - wir saugen jede Minute ein und können uns gar nicht satt sehen und satt kuscheln. Unglaublich, dass die kostbare und anstrengende Zeit schon vorbei sein soll! Gegen elf kommt Zuchtwart Lothar Höltje zur Wurfabnahme, auch die Deckrüden-Besitzerin Corina Cappelmann ist mit von der Partie. Der Besuch wird gewohnt freudig begrüßt und beknabbert und dann geht man ungerührt zu den täglichen Aufträgen über: Blätter fangen, Geschwister überfallen, Mamas überlaufen, nach Panama reisen, Onkel nerven, Wasser schlürfen, den Kumpel reinschubsen, zerkaute Saft-Socke langziehen, sich schlafend auf den nächsten Angriff vorbereiten. Eigentlich ist im Stundenplan gar kein Platz für unnütze Bürokratie. Na gut, man hält gnädiglich auf dem Schoß des Mannes still, spätestens bei der Zahnkontrolle machen insbesondere Bella und Moshe unmissverständlich deutlich, dass sie ihre Beißerchen doch beim Tierarzt schon gezeigt hätten, dass müsse reichen und man hätte ohnehin noch viele wichtige Termine heute! Buffy versucht die Untersuchungs-Prozedur abzukürzen, indem sie zur rechten Zeit demonstrativ gähnt. Der geschulte Zuchtleiterblick erkennt sofort die Vollständigkeit der Prämolaren, Incisivi und Canini. Brando zeigt seinen Kugelbauch und schaut Lothar Höltje so intensiv erwartungsvoll mit seinem unvergleichlichen Treue-Augenauf- schlag an, dass alles losprustet. Brando - die lachen über dich!!! Bruno schaut sich das ganze Theater gelassen von seinem Laufsteg-Thron an, weich und warm gebettet auf Bellas Decke.
Der Zuchtwart ist sehr zufrieden mit dem "ruhigen, ausgeglichenen, neugierigen und spielfreudigen Wurf" und der "völlig entspannten Mutterhündin".

09.11.2008
So, Tag 56

Acht Wochen
alt !

Der erste Abholtag, der Himmel weint schon mal prophylaktisch, starker Wind schlägt die Sonnensegel und der Krabbeltunnel rollt über Panama. 
Vormittags wird Bemma abgeholt, nachmittags Moshe. Bemma bleibt die ganze Fahrt auf Frauchens Schoß und schaut interessiert aus dem Fenster, nach 8 Stunden erreicht sie mit ihren Leutchen wohlbehalten Brüssel.
Nachmittags tritt Moshe seine Reise Richtung Schleswig an. Auch er bleibt auf dem Schoß, sein neuer Kumpel Aaron sitzt hinten im Auto. Bei einer Pause erledigt er gleich weisungsgemäß seine Toilette. Nach 5 Stunden begutachtet auch er sein zukünftiges Zuhause.
Derweil geht hier wieder die Party los: Der Sturm wird als willkommener Stimmungs-Aufheller begrüßt, der rollende Tunnel wagemutig durchlaufen, wehende Blätter erlegt, trullernde Bälle gefangen. Mit quer stehenden Segelohren muss man im richtigen Winkel zur Windrichtung stehen, um nicht abzuheben.
Gerade als es abends Hühnerherzen gibt, geht der St. Martins-Umzug mit Blaskapelle, Fackeln, Laternen, Pferd und vielen Menschen am Zaun vorbei. Die 4 Helden sind begeistert! - Ungewiss, ob wegen der Delikatesse oder wegen des Auflaufs. Wahrscheinlich wird es, wie von Pawlow beschrieben, gekoppelt: Immer wenn sie zukünftig eine Blaskapelle mit "St. Martin ritt durch Schnee und Wind..." hören - worauf man ja heutzutage jederzeit gefasst sein sollte -, denken sie an Hühnerherzen, der Speichel fließt und sie freuen sich...
10.11. Mo Um sechs Uhr beim Rauslassen, noch verschlafen, ein großer Schreck: Bemma und Moshe fehlen! Erst langsam kommt die Erinnerung: Sie sind in guten Händen! Von Moshe wird gemeldet, er sei eine "kecke Motte", hätte problemlos sein neues Zuhause in Betrieb genommen und Kumpel Aaron Beziehungsangebote unterbreitet. Bemma springt in Brüssel "wie ein Ziegenbock" hinter den Leckerlies her und hat das frisch genähte Liegekissen eingeweiht. Ansonsten ein ruhiger Tag zum Durchschnaufen. Unsere 4 bekommen ihr neues Halsband.
11.11. Di Sturm über Deutschland und Panama und auch Bruno, Brando, Buffy und Bella fegen durch die Gegend. Hummel mischt gern mit, als das Jungvolk allerdings gar zu vorlaut wird und Mama übel veräppelt, ist Schluss mit lustig und es gibt eins auf die Schnüss. Derart kuriert und vom Übermut heruntergeholt legt sich sogar Grizzly mit auf die Terrasse. 
Abends wird Bruno abgeholt.
12.11. Mi Sonne satt den ganzen Tag. Endlich hat unser Playboy Brando mit seiner Brillen-Maske und den Spirelli-Ohren die hübsche Damenwelt für sich allein. Als Hahn im Korbe unter lauter hübschen Mädchen ist er voll in seinem Element und hat den ganzen Tag erheblich zu tun, um sich ins Gespräch zu bringen, doch die holde Weiblichkeit weist ihn in seine Schranken: Mama legt ihn flach, er soll nicht in ihr Gesäuge zwacken, Buffy und Bella besiegen ihn gemeinsam beim Sumo-Ringen. Beschwingt von Siegesruhm springen sie Frauchen mit Volldampf auf den Arm: Sieg der Weiblichkeit!

Auch Bemma hat aus Brüssel Ehrenhaftes zu berichten: Im belgischen Teich-Wasser hat auch sie nun ihr Seepferdchen-Abzeichen erworben.

Moshes zweiter Tag im hohen Norden war ebenfalls wieder positiv:
Die Panamaausflüge werden vorbildlich ausgeführt, die neue Umgebung vor dem Haus gerne angenommen.
Die Teilnahme an der line dance Trainingsgruppe wurde zum Teil auf Frauchens Arm mitgetanzt. Die vielfältigen Musikrichtungen haben ihm wohl gefallen. 
Die Distanz zu Kumpel Aaron ist schon sehr geschrumpft, die beiden haben heute Nachmittag wieder ihr ganzes Können auf dem Rasen und rundherum gezeigt. Moshes Temperament ist nicht zu übersehen. 
Am Abend haben sie schon die Futtertröge getauscht.
Gerade haben sie eine lautstarke Diskussion um die jeweiligen Kauknochen - Moshe widerspricht sehr lautstark. Nun hat Aaron ihm den Korb überlassen samt der Kaustange in Zahnbürstenform. Jetzt läuft er triumphierend an Aaron vorbei, dieser oberkesse Hund mit dem Aussehen eines Waschbären.
Soeben hat Aaron durchgegriffen, ist dann ganz betroffen nach Moshes Geschrei zu mir gekommen. Auf den Schreck nimmt der Kleine erst mal einen Schluck Wasser.

Wie Moshe und Bemma zeigt auch Bruno gute Kinderstube: Das neue Heim in Wölfenbüttel bleibt sauber. Allerdings muss man seine Leutchen vor gefährlichen Rammlern im Wohnzimmer warnen. Dafür  schützen einen diese vor der riesigen gar nicht so alten altdeutschen Hüpf-Schäferhündin. Nachts gibt es erst Ruhe, als die richtige Liege-Position unter dem Bett, gewickelt um das Bein, gefunden ist.

13.11. Do Vormittags wird Brando per komfortablen Reisemobil abgeholt und in seine neue Heimat am Niederrhein kutschiert. Vorbildlichst sitzt er  auf dem Schoß des neuen Frauchen, ist aber nach der 6-stündigen Fahrt rechtschaffen müde, sodass er sich im neuen Heim umgehend auf die Hundedecke kuschelt und schläft.
Nachmittags Besuch bei Halbbruder: Mit Grizzly, Hummel, Buffy, Bella, Herrchen, Victor und Frauchen geht's per Auto zum 500m entfernt wohnenden Anakin, der mehr Bange zeigt als unsere beiden Mädels.
14.11. Fr Bella, die alte Nudel entdeckt auf den letzten Metern noch ihre Vorliebe zum Ferkeln: Sie stellt sich mit den Vorderfüßen in den Wassernapf und rudert und planscht was das Zeug hält. Den von Michael geworfenen Ball missversteht sie als Spielaufforderung.
Vormittags wird noch mal nach allen Regeln der Kunst unser Orient-Cafe auf der Terrasse und Panama unsicher gemacht. Übereinander, untereinander, durch den Tunnel, über die Roste und das Wackelbrett, über den Laufsteg im Schluss-Sprung, hinter den Gitter-Laken lang, über Mama und Frauchen im Volldampf - die beiden Mädels beherrschen den Parcours im Schlaf und können so manchen ansehenswerten Bocksprung und Pirellen dazwischen bauen.
Nachmittags wird Buffy abgeholt. Sie braucht nur 10 Minuten zu fahren.
Nun hat Bella keinen Kumpel mehr und mag verständlicherweise nicht allein draußen bleiben. Hummel will nicht mit Bella allein draußen bleiben und Grizzly sieht überhaupt keine Notwendigkeit, mit Hummel und Bella draußen zu bleiben. Also ist unser Einsatz und Bespielung wieder gefragt.
Zwischendrin läuft Bella auf Schritt und Tritt bei uns mit. Plötzlich ein lauter Schrei! - Bella steht starr mit gesträubtem Wolle-Pelz vor dem Spiegel! - Na, so furchtbar siehst du auch wieder nicht aus, Bella!

Von Bruno wird berichtet, er sei frustriert: Trotz demonstrativer Aufforderung nach allen Regeln der Kunst - niedriger gingen die Vorderpfoten nicht, höher reichte der Bruno-Po nicht - macht das Kaninchen keinerlei Anstalten mitzuspielen! Dafür gibt es aber einen willigen Kumpel von der Rasse der Wisch-Mops! - Der wuselt mit Bruno voller Freude durch alle Zimmer. Abends vollführt Herrchen gern im Welpenwahnsinn gekonnte Hüpferlies um das Sofa.

Bemma hat den ersten Leinen-Ausflug auf eine Wiese gemacht - Schlammloch inbegriffen.

Neuigkeiten von Moshe:
"Gestern Abend gab es die Krönung des 3. Tages: Aaron und Moshe spielten und spielten im Flur, mit allen Varianten, was für ein Augenschmaus! Nach einer Pause wurde die Runde im Wohnzimmer fortgesetzt. Endlich hat Aaron einen Spielkumpel.
Am Tage stand ein Autoausflug auf dem Programm. Zwei Kilometer am Steuer auf Frauchens Schoß, um sich erst mal von den Fahrkünsten zu überzeugen. Nach kurzem Aufenthalt auf einem fremden Grundstück ging's "normal" zurück - beide Hundis im Kofferraum. Es klappte super. Ein Gefährt ohne Motor war vorher schon mal die Schubkarre.
Heute war der Höhepunkt des Tages sicher der Ausgang auf Frauchens Arm ins Dorf - Geltorf bei Nacht. Nachdem festgestellt worden war, dass die Krallen zu lang werden, musste der Rückweg auf Asphalt zurückgelegt werden."
15.11. Sa Pünktlich zum Ende seines Dauereinsatzes gibt der Trockner wegen Überhitzung zum zweiten Mal seinen Geist auf, Michael kann ihn wieder reparieren. 
Von Buffy und Brando grünes Licht - allen geht es gut miteinander!
Mittags wird Bella abgeholt. Nachmittags fängt Michael an, alles abzubauen, er sammelt das letzte Würstchen ein und wundert sich, dass er als approbierter Psychoanalytiker noch mal so archaisch im Einsatz ist. Übermorgen muss er wieder arbeiten. Grizzly legt sich genüsslich grunzend endlich ungestört wieder in sein Körbchen, Hummel beobachtet Michael, schnuppert die alten Welpen-Rennstrecken ab und fiepst ein wenig. Beim Spaziergang jedoch dreht sie voll auf, flitzt mit Grizzly Rangeln, Haschen und Wettlauf, dreht Luftschrauben und Freuden- sprünge.

Garten und Haus sind seltsam still, letztes Welpen- Equipment wird gesäubert, gewaschen, weggeräumt, Zeit, um Bilanz zu ziehen:
- Ein Jahr Vorbereitungszeit auf den B-Wurf: Deckrüdenauswahl, "Leer-Bleiben" im Frühjahr, Läufigkeitsanalysen, Formalien,....
- Ein viertel Jahr dreht sich in unserem Leben, in unseren Gedanken, in Taten alles um den B-Wurf
- 1500 Stunden Non-Stop-Einsatz inklusive fraktionierter Nächte mit offen Ohren
- über 300 Besucher, ungezählte emails, Briefe, Telefonate
- über 3.000 gefahrene Kilometer (Fortbildungen, Arztbesuche, Deckrüden-Besuche, Einkäufe für den Wurf...)
- umfangreiche Welpen-Ausrüstung, von Wurfkiste, Laken über Waage, Zaun, Entwurmung bis hin zu Spielepark, Leine....
- über 100kg Trockenfutter, Rinderhack, Sahnequark, Trockenfleisch, Hüttenkäse, Gemüse, diverse Leckerlies...
- über 100 Liter Hummel-Milch
- 2 Tonnen Persil, ungezählte Waschladungen, pausenloser Trockner-Einsatz 
- über 300 Stunden Einsatz des Heizstrahlers (600KW), ein Zugeständnis an den insgesamt sehr gnädigen Herbst
- über 10.000 aufgesammelte Würstchen, die Hälfte jeweils Dank Michaels und Hummels Einsatz; unendlich viel Toilettenpapier
- über 5.000 Fotos eingelesen und katalogisiert, über 1.000 davon bearbeitet und ins Internet geladen
- Homepage-Eintragungen, Anträge, Formalien, Kopien, Bescheinigungen, Gutachten
- Küche, Wohnzimmer, Terrasse, Garten im Ausnahme-Zustand
- Notzustand bei eigener Wäsche, Kühlschrankfüllung, Haushalt, Schreibarbeiten, Beruf, Freunde, Einladungen, Schlafbedarf...
- immerhin: Diesmal eine finanzielle Nullrunde und kein Zuschuss-Geschäft wie beim A-Wurf

Warum macht man das eigentlich?
Sicherlich werden Welpen auch mit weniger Aufwand groß, sicherlich könnte man anders wirtschaften und somit Gewinn erzielen.
Aber das ist es nicht, was uns reizt. Der Motor für unseren Einsatz ist eine andere Art von Bereicherung und Gewinn:
-  Das Privileg, von unseren Hunden in das Wunder der Geburt einbezogen zu werden,
-  das Begleiten-Dürfen beim Start ins Leben, der erste Atemzug, das anheimelnde Nuckel-Geräusch, der Duft beim Säugen, 
-  das Dabei-Sein-Dürfen bei den rasanten und so wunderbar perfekte Entwicklungen, 
-  das Helfen-Dürfen bei bei den ersten Schritten, beim Erobern von kleinen Welten,
-  das Mitschwingen-Dürfen bei Übermütigkeit und ungebremster Lebensfreude,
-  das Erfahren-Dürfen von überschwänglicher Zuneigung,
das alles ist unbezahlbar, ein unbeschreibliches Geschenk, eine solche Nähe, solches Vertrauen, eine innige Verständigung zu einer anderen Art zu haben zu können! Weil wir gleich gesinnte Menschen gefunden haben, denen wir diese Kostbarkeit gern anvertrauen mögen, die die kleinen Wundertüten begleiten in ein Leben voller guter Entwicklungen.
Diese Stunden an und in der Wurfkiste, die kühlen und noch dunklen Morgenstunden unter dem Heizstrahler in unserem "Orient- Cafe`" und in Panama zwischen unseren unvergleichlich blickenden Schnuffis werden unvergessen in unserem Lebensbuch eingeschrieben sein. weil solche Erfahrungen unser Leben lebens- und liebenswert machen.

 

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